“Eine gute Versorgung mit Hebammen kann nur bei einer hervorragenden Ausbildung gewährleistet werden.” Diese Aussage bekräftigte Burkhard Jasper nach einem Besuch der Hochschule Osnabrück mit der SPD-Abgeordneten Thela Wernstedt sowie den CDU-Kollegen Gerda Hövel und Christoph Eilers aus dem Arbeitskreis Soziales. Der jetzige Aufbaustudiengang Midwifery wurde 2008/2009 eingerichtet. Er ist in den Gesundheitscampus von Universität und Hochschule eingebunden. Inzwischen wird mit 25 Hebammenschulen zusammengearbeitet, davon in Niedersachsen mit Celle, Braunschweig, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Hannover, Hildesheim, Lingen und Osnabrück. 91,1 Prozent sind nach dem Studium als Hebamme tätig. Die Akademisierung führt somit nicht dazu, dass Ausgebildete anschließend nicht mehr in der Praxis tätig sind. Der Hochschulabschluss wertet aber den Beruf der Hebamme auf und ist für die internationale Anerkennung wichtig. Auch in Zukunft soll der Zugang zum Studium so vielfältig sein, dass niemand abgehalten wird, die Hochschule zu besuchen. Angestrebt wird die Einrichtung eines dualen Studienganges.
Für die interessanten Informationen bedankten sich die Abgeordneten bei Präsident Andreas Bertram und den Professorinnen Claudia Hellmers, Friederike zu Sayn-Wittgenstein und Andrea Braun-von Reinersdorff. Die Politiker wollen sich für eine ausreichende Versorgung mit Hebammen bei guter Qualität einsetzen. Dafür können die Ergebnisse des vom Sozialministerium eingerichteten Runden Tisches sehr hilfreich sein.