Radikalisierung in den Moscheegemeinden vorbeugen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper freute sich über die Wertschätzung, die in den Vorbemerkungen und in der Begründung des Antrages der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück zu finden ist. Ansonsten kritisierte er in seiner Rede: „Der Schwerpunkt dieses Antrags ist die Imam-Weiterbildung. Aber genau dies ist nicht das Anliegen der Universität Osnabrück.“ Wer der Radikalisierung in den Moscheegemeinden vorbeugen wolle, müsse den in Deutschland ausgebildeten Theologen eine Perspektive geben. „Es ist nicht sinnvoll, Imame aus dem Ausland zu holen und dann hier weiterzubilden.“

Weiter führte er aus, dass es nicht Aufgabe der Universität sei, Imame auszubilden. Das sei auch bei den Religionsgemeinschaften der Christen nicht so. Dort gebe es bei den Katholiken Priester- und bei den Protestanten Predigerseminare und solche Strukturen müsse man auch für die Moslems schaffen.

Er machte deutlich, dass die Träger solcher Imam-Seminare von den Moscheegemeinden anerkannt werden müssen, damit die in Deutschland ausgebildeten Imame akzeptiert werden.