Neumarkt zügig weiterentwickeln

Über die Nutzung der Fläche am Neumarkt für Wohnen, Handel, Bildung und Kultur haben sich auf Einladung des Landtagsabgeordneten Burkhard Jasper die CDU-Ratsmitglieder des Kulturausschusses und Alexander Illenseer, Prokurist der Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH mit Kulturfachmann Reinhart Richter ausgetauscht. Unter seiner Leitung entstand vor Jahrzehnten der in ganz Deutschland beachtete Kulturentwicklungsplan für Osnabrück. Anschließend hat er als Kulturberater bedeutende Impulse für unterschiedliche Einrichtungen in anderen Städten gegeben. Zurzeit erarbeitet er mit seiner Frau und Partnern einen Bibliotheksentwicklungsplan für das Land Berlin. Die Idee, die Stadtbibliothek zwischen St. Johann und Schloss anzusiedeln und als Gemeinschaftszentrum zu einem sogenannten dritten Ort weiter auszubauen, wird unterstützt. Nun soll durch einen offenen Planungsprozess mit kompetenten Persönlichkeiten aus Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Organisationen das Projekt vorangetrieben werden. Solch eine Schöpfergemeinschaft soll den Stillstand beenden, der durch falsche Entscheidungen des Stadtrates entstanden ist. Kultur soll so zu einem Aufschwung dieses Gebietes beitragen.
Der Standort ist wegen der Erreichbarkeit und der Nähe zur Universität gut geeignet. Dabei soll auf eine ansprechende,  funktionsgerechte Architektur geachtet werden, damit die Bibliothek beispielsweise von der Erwachsenenbildung, der Theaterpädagogik, Musikschulen und der Soziokultur genutzt werden kann. Auch Ausstellungen sollen möglich sein. Andererseits darf das Zentrum nicht überdimensioniert sein. Jasper wies darauf hin, dass Städte wie Glasgow und Marseille, die einen schlechten Ruf hatten, durch kulturelle Aktivitäten einen Aufschwung erlebt haben. „Dies ist auch für Stadtteile möglich, beispielsweise durch die Ansiedlung der Stadtbibliothek am Neumarkt. Als ein Ort der Begegnung bietet das Konzept eine großartige Chance zur Aufwertung des Gebietes, zur Heranführung unterschiedlicher Schichten an die Kultur, zur Verbesserung der Bildungsangebote und zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens in unserer Gesellschaft,“ erklärt der CDU-Politiker voller Begeisterung für dieses Projekt.