Jasper spricht sich gegen die Abschaffung des Friedhofszwangs aus

Jasper: Friedhof als zentralen Ort der Trauer und des Abschieds beibehalten

Osnabrück. Der CDU-Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper hat sich gegen eine Lockerung der Bestattungsregeln nach Bremer Vorbild ausgesprochen. „Der Friedhof sollte in Niedersachsen zentraler Ort der Trauer bleiben – nicht das heimische Blumenbeet“, sagt Jasper mit Blick auf die Überlegungen von SPD und Grünen, den so genannten Friedhofszwang abzuschaffen. Bestattungen im eigenen Garten würden der Würde der Toten nicht in angemessener Weise gerecht werden, befürchtet Jasper: „Die Asche der Toten darf nach dem Bremer Modell nur ,bei Windstille‘ verstreut werden – bereits die Vorstellung an eine derartige Form der Beisetzung ist bizarr. Wie soll überhaupt überprüft werden, ob die Asche tatsächlich verstreut worden ist? Und wo sollen die Menschen trauern, die keinen Zugang zu dem betreffenden Privatgrundstück haben?“, fragt Jasper.

Die Beisetzung auf einem Friedhof mache diese Fragen überflüssig. „Zu trauern bedeutet auch loszulassen, dafür bietet ein Friedhof den geeigneten Rahmen“, so Jasper. Der CDU-Politiker erinnerte zudem daran, dass in Osnabrück schon jetzt verschiedene Formen der Bestattung möglich seien. Darüber werde in einer Broschüre und auf den Bürgerforen informiert.