Jasper kritisiert rot-grüne Schulpolitik

Lücken in der Unterrichtsversorgung – „Turbo-Inklusion“ hinterlässt Spuren – Arbeitszeiterhöhung für Gymnasiallehrer ist versickert
Der CDU-Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper hat der rot-grünen Landesregierung vorgeworfen, die zur Verfügung stehenden Lehrerstunden nicht gerecht auf die Schulen des Landes zu verteilen. „In der Unterrichtsversorgung klaffen große Lücken“, kritisiert Jasper und verweist auf die ausführliche Antwort auf eine Landtagsanfrage der CDU-Fraktion.
Dramatisch ist die Situation vielerorts an den Förderschulen. Landesweit liegt die Unterrichtsversorgung nur bei durchschnittlich 95,5 Prozent, in Osnabrück beträgt sie zwischen 92,7 und 98,6 Prozent.
„Es ist nicht richtig, wenn gerade bei diesen Schülern gespart wird. Dies ist kein soziales Handeln! Der Kurs der rot-grünen ‚Turbo-Inklusion‘ hinterlässt Spuren. Es ist unverantwortlich, dass in dieser Situation nun auch noch weitere Förderschulen aufgelöst werden sollen. Wenn es zu wenig spezialisierte Lehrer gibt, kann es doch keine Lösung sein, noch mehr Kinder mit Unterstützungsbedarf in die Regelschulen abzugeben“, sagt CDU-Abgeordneter Jasper.
Der auf dem Papier gute Wert der Gymnasien (102,9 Prozent) ist lediglich der von der Kultusministerin angeordneten Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrer um eine Stunde geschuldet, so Burkhard Jasper. Zum Einstellungstermin am 1. Februar 2015 seien den Gymnasien landesweit lediglich 85 Lehrerstellen zur Verfügung gestellt worden, bei insgesamt 900 freien Lehrerstellen in Niedersachsen. „Nur jedes dritte Gymnasium konnte zum Halbjahr Lücken in der Unterrichtsversorgung schließen. Im Moment mag dies dank der Arbeitszeiterhöhung noch funktionieren, aber mit der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums werden bald zusätzliche Lehrkräfte benötigt“, warnt Jasper.