Erwachsenenbildung beginnt schrittweise und erhält zusätzliche Mittel

Nach rund zwei Monaten Pause aufgrund der Corona-Pandemie kann die Erwachsenenbildung schrittweise wieder in den Kursbetrieb einsteigen. Kurzfristig konnten durch vorgezogene Abschlagszahlungen sowie das Kurzarbeitergeld akute Liquiditätsengpässe behoben werden. „Nun schließt das Land mit einem zusätzlichen Schutzschirm eine verbleibende Förderlücke“, zeigt sich der Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper erfreut über die Entscheidung von CDU-Kulturminister Björn Thümler. „Einrichtungen der Erwachsenenbildung decken ein breites Spektrum von Weiterbildung, Sprachvermittlung, Freizeitkursen, Kunst und Handwerk ab.“ Diese Bildungsangebote seien nicht nur aus Gründen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der intergenerationellen Teilhabe unverzichtbar.

Mit insgesamt 5,5 Mio. Euro sollen Einrichtungen der Erwachsenenbildung unterstützt werden, die Einspar- und alternative Finanzierungsoptionen ausgeschöpft haben und trotzdem in finanzielle Schieflage geraten sind. „Die Situation der vergangenen zwei Monate war für die Erwachsenenbildung einschneidend“, betont Jasper. „Es ist meine Hoffnung, dass die in dieser Zeit gewonnenen Erfahrungen auch in der Erwachsenenbildung als Initialzündung für innovative Ansätze wirken. Mit dem Schutzschirm soll sichergestellt werden, dass die Einrichtungen hierfür das notwendige Fundament erhalten.“ Denkbar seien beispielsweise neue Angebote, die der demografischen und digitalen Transformation Rechnung tragen.

Zudem hat Jasper für die Fraktionen von CDU und SPD eine Änderung des Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetzes in den Landtag eingebracht. Danach hat für Einrichtungen der Erwachsenenbildung die Finanzhilfeberechtigung auch dann Bestand, wenn im Jahr 2020 wegen der Schließung aufgrund der Corona-Pandemie der Mindestleistungsumfang nicht erbracht werden kann. Bei den Berechnungen der Zuschüsse wird das Jahr 2020 nicht berücksichtigt. Anstelle dessen wird ein Durchschnittswert der Jahre 2017 bis 2019 angesetzt. „Dadurch soll die Erwachsenenbildung für die kommenden Jahre eine Finanzierungssicherheit erhalten“, erklärt Jasper.