Der Abgeordnete Burkhard Jasper, Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur, warb in der Sitzung des Niedersächsischen Landtages für eine intensive Befassung mit den Chancen der Künstlichen Intelligenz. „Die Aufnahme Niedersachsens in das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz im Herbst 2018 ist die verdiente Anerkennung für die vielfältigen Initiativen an unseren Hochschulen“, so Jasper, „Diesen Impuls wollen wir nutzen, um unsere Hochschulen, unsere Forschungseinrichtungen und unsere Wirtschaft so zu stärken, dass sie ihre Vorreiterrolle im Bereich der Künstlichen Intelligenz ausbauen können.

Als Industrie- und Agrarland ist Niedersachsen prädestiniert dafür, von modernen KI-Anwendungen zu profitieren. Hierzu trägt auch eine zielgerichtete Förderung von Big-Data-Initiativen bei. „Datenbasierte Start-ups suchen bundes- und europaweit nach geeigneten Standorten. Niedersachsen bietet ihnen bereits heute gute Rahmenbedingungen, die wir mit dem vorliegenden Antrag weiter verbessern wollen.“ Dies gelte beispielsweise für die Entwicklung moderner Produktionsverfahren ebenso wie für ressourcensparende Smart-Farming-Anwendungen.

Um die gesellschaftliche Akzeptanz für Big Data und Künstliche Intelligenz zu stärken, seien jedoch auch Impulse zur Verbesserung von Datenschutz und Cybersicherheit notwendig. „Künstliche Intelligenz und Big Data sind nur dann eine zukunftsfähige Option für Niedersachsen, wenn wir einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten gewährleisten können“, ist Jasper überzeugt. Dies müsse auch bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft beachtet werden. „Ich setze darauf, dass in den Berufungs- und Auswahlverfahren der Digitalprofessuren ethische, rechtliche und Datenschutzfragen angemessen berücksichtigt werden“, so Burkhard Jasper.